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SUP Sicherheit:
Richtiges Verhalten beim Stehpaddeln?

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Stand-Up-Paddling macht Spaß! Allerdings gibt es ein paar Regeln, um die Sicherheit auf dem SUP zu geäwhrleisten. Wer diese Do’s and Don’ts befolgt, ist beim Stehpaddeln auf dem Wasser garantiert sicher unterwegs!

Stand-Up-Paddling: Ein Sport mit Risiko?

Auch wenn Stand-Up-Paddling ziemlich entspannt aussieht, es besteht wie bei allen Wassersportarten ein gewisses Verletzungsrisiko. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man sich auf dem Wasser richtig verhält.

SUP Unfälle und Verletzungen?

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Es ist wenig überraschend, dass die meisten SUP Unfälle zwischen Juni und August passieren. Besorgniserregend ist allerdings, dass die Anzahl der Unfälle und Verletzungen durchs Stehpaddeln innerhalb der letzten Jahre stark angestiegen ist. Doch SUP Unfälle sind vermeidbar!

SUP Sicherheit einfach erklärt!

Drei einfache Maßnahmen helfen im Ernstfall Risiken zu minimieren und Verletzungen zu vermeiden:

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Do’s und Don’ts beim Stehpaddeln?

Do it!

Das solltet Ihr beim Stand-Up-Paddling auf jeden Fall machen:

1 Das richtige Equipment wählen

Vor dem Kauf sollten Sie sich über die unterschiedlichen SUP Arten informieren. Denn gerade für SUP Einsteiger ist ein falsches Board Gift. Entweder fühlt sich das Board zu wackelig oder manövrierbar an, beides macht keinen Spaß und hindert den Lernerfolg.

Für Anfänger sind Allround Boards am besten geeignet. Mehr erfahren Sie im Artikel über die beliebtesten SUP Boards 2022.

2 Die richtige Technik aneignen

Mit der richtigen Technik funktioniert das Stand-Up-Paddling gleich viel besser und macht mehr Spaß! Hier gibt es die wichtigsten SUP Techniken für Anfänger zum nachlesen.

3 Leash tragen

Die SUP Leash behindert praktisch nicht und kann im Ernstfall Leben retten. Die Leine verbindet den Paddler mit seinem Board und sorgt dafür, dass dieses nicht abtreiben kann.

Gerade bei Wind, Wellen und Strömung ist das Board schnell weg. Das mag auf einem kleinen Badesee kein Problem darstellen, auf dem offenen Meer oder Flüssen kann der Verlust des Boards tödlich enden.

4 Schwimmweste tragen

SUP Schwimmwesten sollten gerade für Anfänger Pflicht sein! Selbstaufblasende Schwimmwesten bei Stehpaddlern, aufgrund von hohem Komfort und sehr guten Auftrieb, besonders beliebt. Hingegen sind feste Schwimmwesten günstiger, robuster, wartungsfrei und bieten einen gewissen Wärmeschutz.

5 Seine Grenzen kennen

Gerade am Anfang sollte jeder Paddler*in versuchen, sich erstmal die SUP Grundlagen anzueignen. Versuchen Sie zunächst nicht in gefährlichen Gewässern, bei hohen Wellen oder starker Strömung zu paddeln.

6 SUP Board mit Kontaktinformationen kennzeichnen

Das SUP-Board muss mit den Kontaktinformationen (mindestens Name und Telefonnummer) des Besitzers gekennzeichnet sein. So kann eine Kontaktaufnahme schnell erfolgen kann, sollte das Board alleine treibend im oder auf dem Wasser gefunden werden.

7 Spaß haben und Vorbild sein

Wenn Sie diese Dos beachten, steht dem SUP Spaß nichts mehr im Weg. Beherzigen Sie dabei die Sicherheitregeln und seien Sie anderern Stehpaddlern ein Vorbild.

Also nichts wie rauf ausfs Wasser, die Sonne genießen und sich gleichzeitig fit halten. Wussten Sie eigentlich, dass schon beim gemütlichen Stand-Up-Paddling bis zu 430 kcal pro Stunde verbrannt werden?

Don’t do it!

Manche Dinge solltet Ihr beim Stand-Up-Paddling lieber sein lassen. Welche das sind erfahrt Ihr hier:

1 Wasser, Snacks und Sonnenschutz vergessen

Diese drei Dinge dürfen niemals fehlen. Beim Stand-Up-Paddling wird viel geschwitzt, daher sollte regelmäßig Flüssigkeit zugeführt werden, um nicht zu dehydrieren. Außerdem sollten immer Sonnenschutz aufgetragen werden, für lange Touren empfehlen wir ein Rashguard und einen Hut/Cap.

2 In zu flachem Wasser paddeln

Die Nähe zum Ufer mag zwar beruhigend sein, trotzdem sollte dort gefahren werden, wo das Wasser tief genug ist. Warum? Erstens werden die Finnen dabei in Mitleidenschaft gezogen, zweitens besteht bei einem Sturz erhöhte Verletzungsgefahr.

3 Falsch Fallen

Apropos Sturz, jeder Anfänger sollte lernen, wie man richtig fällt. Und zwar weg vom Board! Wer merkt, dass das Gleichgewicht verloren geht stehen bleiben nicht mehr möglich ist, muss vom Board abspringen. Dabei ist es wichtig sich mit den Füßen leicht vom Board abzustoßen.

4 Die falsche SUP Kleidung anziehen

Zugegeben, im Sommer ist die Wahl der richtigen SUP Kleidung keine große Herausforderung. Im Winter sollte allerdings niemals ohne Neoprenanzug oder Trockenanzug gepaddelt werden. Beim Sturz ins eiskalte Wasser besteht sonst Lebensgefahr, entweder durch Ertrinken oder Hypothermie.

Mehr zum Thema SUP Kleidung erfahren Sie hier.

5 Sein Board nicht lieben

Treat your board like your baby! Das Board sollte nicht über den Boden geschleift werden, das zieht die Oberfläche stark in Mitleidenschaft und kann unschöne Löcher zur Folge haben.

Außerdem sollte das Board nicht in der Sonne liegen gelassen werden, auch nicht zum Trocknen! Hitze und UV-Strahlung greifen den Kleber und das Material an und machen es mit der Zeit spröde.

6 Keine Schwimmweste tragen

Wir können es nicht oft genug sagen. Viele Menschen überschätzen sich leicht und sind der Meinung, dass sie keine Schwimmweste bräuchten. Auf einem kleinen Badesee mag das bei guten Schwimmern stimmen, auf dem Meer oder bei Strömung allerdings nicht.

7 Kinder unbeaufsichtigt Paddeln lassen

Viele Badeunfälle geschehen an gut besuchten Badeseen. Nur weil viele Leute in der Nähe sind, heißt das nicht, dass Kinder sicherer sind. Deshalb sollte der Nachwuchs immer im Auge behalten werden und Schwimmwesten tragen.

8 Wichtige Schifffahrtszeichen und Signalenicht kennen

Wer am Schiffsverkehrt teilnimmt sollte unbedingt die wichtigsten Schiffahrtszeichen und Signale kennen – sonst können leicht Unfälle mit anderen Schiffe oder Boote passieren.

9 Keine Rücksicht nehmen

Last but not least: nehmt Rücksicht auf euch, andere Menschen und die Natur. Das bedeutet keine laute Musik abspielen, anderen Helfen und seinen Müll wieder mitnehmen!

Wichtige Schifffahrtszeichen und Signale beim Stand-Up-Paddling

Wie im Straßenverkehr regeln auf dem Wasser bestimmte Zeichen den Verkehr und geben die Vorschriften an. Stehpaddler müssen diese Regeln kennen, um sicher unterwegs zu sein. Die Schilder weisen nicht nur auf Gefahren und Verbote hin, sondern zeigen auch an, wo gefahren bzw. nicht gefahren werden darf.

8 wichtige Zeichen für Stehpaddler

In dieser Grafik finden Sie die wichtigsten Schifffahrtszeichen auf einen Blick:

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Quelle: Screenshot, Kanu.de
Tipp: Noch mehr Binnenschifffahrtszeichen in Deutschland finden Sie hier.

9 wichtige akustische Signale für Stand-Up-Paddler

Bei ungünstigen Sichtverhältnisse, oder wenn sich ein Schiff nähert, kommen akustische Signale zum Einsatz. Die verschiedenen Abfolgen von kurzen und langen Tönen dienen zur Kommunikation. Damit können Schiffe anderen ihren Kurs mitteilen.

Signal Bedeutung
Kurz Ich fahre nach Steuerboard (rechts).
Kurz, Kurz Ich fahre nach Backboard (links). Andere Fahrzeuge sollen auf Steuerbord passieren.
Kurz, kurz, kurz Meine Maschine fährt rückwärts.
Kurz, kurz, kurz, kurz Ich bin manövrierunfähig.
Fünf kurze Signale hintereinander oder mehr Höchste Alarmstufe. Bei fünf oder mehr kurzen Tönen hintereinander besteht die Gefahr eines Zusammenstoßes.
Lang Vorsicht/Achtung bzw. Hafenausfahrtssignal (ich halte meinen Kurs bei).
Lang, lang Nebelsignal von Vorrangfahrzeugen.
Lang, lang, lang Hafeneinfahrtssignal von Vorrangfahrzeugen.
4 oder mehr lange Töne Eine Folge langer Töne ist das Notsignal.
Wichtig: Bei starkem Nebel wird nicht aufs Wasser gegangen, denn die schlechten Sichtverhältnisse stellen für Stehpaddler ein großes Risiko dar. Schiffe können einen noch schlechter sehen und das Risiko für einen Zusammenstoß steigt enorm.

Ausweich- und Vorfahrtsregeln auf dem Wasser?

Was im Straßenverkehr die Vorfahrtsregeln sind, sind auf dem Wasser die Ausweichregeln. Klar, auf dem SUP lässt sich leicht anhalten, doch Schiffe und Boote können an einer Kreuzung nicht kurzzeitig abbremsen und stehen bleiben. Diese Vorgaben wurden in den Kollisionsverhütungsregeln festgehalten und gelten international.

  • Priorität

    Grundsätzlich muss allen manövrierunfähigen bzw. manövrierbehinderten Schiffen ausgewichen werden. Außerdem müssen SUP Boards Fahrzeugen ausweichen, die eingeschränkt manövrierfähig sind, weil sie zum Beispiel aufgrund ihres Tiefgangs nur in der Flussmitte fahren können.

  • Ausweichen

    Wenn zwei Fahrzeuge bzw. SUP Boards frontal aufeinander zufahren, müssen beide nach Steuerbord, also rechts, ausweichen. Es gibt zwar keine einheitlichen Regeln, allerdings weist der VDWS darauf hin, dass von einer Ausweichpflicht für SUP Boards gegenüber Fahrzeugen unter Segel ausgegangen werden muss.

    Es sollte möglichst frühzeitig und klar ausgewichen werden.

  • Überholen

    Wie im Straßenverkehr darf nur links überholt werden. Das überholende Fahrzeug muss beim Überholen ausreichend Abstand halten. Es darf nur überholt werden, wenn keine Gefahr besteht bzw. entsteht. Wird man selbst überholt, darf das überholende Fahrzeug nicht behindert werden, dazu wird die eigene Geschwindigkeit gesenkt.

    Insbesondere auf Schifffahrtsstraßen ist es unumgänglich regelmäßig nach hinten zu blicken und nachzusehen, ob sich ein anderes Fahrzeug nähert. So lässt sich frühzeitig Platz für das überholende Schiff schaffen. Durch vorausschauendes Manövrieren lassen sich Kollisionen vermeiden.

Empfehlung: Stehpaddler sollten vorausschauend fahren. In der Praxis weichen muskelbetriebene Fahrzeuge und Sportboote größeren Schiffen nach Möglichkeit immer aus. So werden Kollisionen von vornherein vermieden.

Schleusen und Wehr: So wird das SUP Board umtragen

Wer mit dem SUP Board auf einem Fluss unterwegs ist, wird immer wieder auf Hindernisse treffen. Diese können ganz unterschiedlich aussehen. Am häufigsten versperren Wehre und Schleusen den Weg.

Worauf muss ich beim Umtragen achten?

  • Wissen, wo Hindernisse lauern. Die Strecke im Voraus studieren und wissen, wo Wehre oder Staustufen auf einen warten.
  • Auf Schilder achten, denn in der Regel wird ein nahendes Wehr durch ein Schild angekündigt.
  • Einen geeigneten Ausstieg suchen. Das kann ein Steg oder eine Bootsrampe sein, manchmal bleibt einem aber nur die Möglichkeit über das Ufer oder eine Leiter auszusteigen. Den Ausstieg gilt es früh genug anzupeilen, um dem Hindernis nicht gefährlich nahezukommen.
  • Wenn eine lange Strecke an Land zurückgelegt werden muss, ist ein SUP Transportwagen eine echte Erleichterung.

Da SUP Boards seit 2018 auf allen Binnenschifffahrtsstraßen nicht mehr geschleust werden, müssen Schleusen oft umtragen werden. Auch Stromschnellen, Wasserkraftwerke oder sonstige Hindernisse werden auf diese Weise überwunden.

10 Gefahren beim Stand-Up-Paddling

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Im und außerhalb des Wassers lauern Gefahren, die für Stehpaddler lebensgefährlich werden können. Manche sind offensichtlich, andere wiederum versteckt, doch eines haben sie alle gemeinsam: mit dem richtigen Wissen lassen sie sich erkennen und vermeiden.

1 Wehre, Staustufen, Staumauern und Wasserkraftwerke

Die oben genannten Hindernisse versperren auf Flüssen regelmäßig den Weg und müssen umtragen werden. Stehpaddler dürfen sich den Wasserbauwerken nicht nähern, denn es besteht Lebensgefahr. In den meisten Fällen markieren Schilder ein voraus liegendes Wehr.

Warum sind Wehre so gefährlich?

Teilweise herrscht ein starker Sog oberhalb des Wehrs, dass das Board schnell und kraftvoll in Richtung des Wehres gezogen wird. Manche Wehre können einen einsaugen und unter Wasser drücken, bei kleinen Wehren ist die Gefahr niedriger, aber nie zu unterschätzen.

Hinter dem Wehr herrscht oft eine rückläufige Strömung. Wer in diese Strömung gerät, wird immer wieder unter Wasser gezogen. Infolge besteht das Risiko, die Orientierung zu verlieren, bewusstlos zu werden und zu ertrinken.

Was also tun, wenn ein Wehr den Weg versperrt?

Dann muss das SUP Board umtragen werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

2 Strömungen

Auf Flüssen und im Meer herrscht Strömung. Das bedeudet es bewegt sich das Wasser in eine oder verschiedene Richtungen. Strömung ist nicht per se schlecht. Sie treibt einen bei Fahrten auf dem Fluss schneller voran und das Fahren von Stromschnellen im Wildwasser ist ein echtes Erlebnis.

Gefahr für SUP Anfänger:

Trotzdem ist die Strömung eine große Gefahr, insbesondere für SUP Anfänger. Diese können die Strömung oft nicht erkennen und richtig einschätzen. Erfahrene Paddler erkennen die Strömung bereits an der Wasseroberfläche und können sie richtig überwinden.

  • Strömung auf Flüssen

    Wie stark die Strömung ist, hängt vom Fluss und dem Wasserstand ab. Als Faustregel gilt, je höhere der Pegel, desto schneller fließt der Fluss. Strudel, Stromschnellen oder Siphons stellen eine große Gefahr dar. Deshalb sollten SUP Anfänger ihre ersten Erfahrungen auf Flüssen immer mit einem Guide oder einem erfahrenen Partner machen.

    Wer auf einem Fluss unterwegs ist, darf keine Fußleash tragen. Sollte diese sich verfangen, und kann nicht gelöst werden, besteht das Risiko von der Strömung unter Wasser gedrückt zu werden und so zu ertrinken.

    Mehr Infos zur SUP Sicherheit auf Flüssen finden Sie hier.

  • Strömung auf dem Meer

    Wer auf dem Meer unterwegs ist, muss sich bewusst sein, ob, wo und wie stark die Strömung ist. An unbekannten Stränden wird am besten bei einem Lifeguard oder anderen Ortskundigen nachgefragt.

    Im Meer kann einen die Strömung entweder aufs Meer hinausziehen, oder seitlich am Strand entlang treiben. Im schlimmsten Fall ist es nicht mehr möglich gegen die Strömung anzukommen, das führt zur Erschöpfung und der letzte Ausweg ist die Seerettung.

  • Strömung auf Seen

    Strömung auf stillen Gewässern? Ja, das gibt es. Viele Seen besitzen eine starke Strömung, die oft mit dem Auge nicht erkennbar ist. Wer auf unbekannten Seen paddelt, muss sich davor über die Gegebenheiten informieren.

3 Erschöpfung

Für den einen sind 15 km eine entspannte Tour, andere kommen bei dieser Strecke an ihre körperliche Grenze. Daher ist es wichtig, seine SUP Tour richtig zu planen und die eigene Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen.

Um nicht zu erschöpfen, ist es wichtig, ausreichend Essen und Trinken mitzunehmen. Bei einer Tour auf einem Fluss wird erst gegen die Strömung und auf dem Rückweg mit der Strömung gepaddelt. So wird auf dem Rückweg, wenn bereits lange gepaddelt wurde, weniger Kraft gebraucht.

Wind und Wetter haben einen großen Einfluss beim Stand-Up-Paddling. Bereits leichter Gegenwind macht das Paddeln deutlich kräftezehrender.

4 Alleine aufs Wasser gehen

Wer alleine in eine Gefahrensituation kommt, muss sich ohne Hilfe daraus befreien. Deshalb ist es immer besser, mit einem Partner zu paddeln. Das macht mehr Spaß und steigert die Sicherheit.

5 Die falsche SUP Kleidung tragen

Je nach Jahreszeit muss die richtige SUP Kleidung getragen werden. Dazu gehört immer eine Schwimmweste, insbesondere, wenn auf fließenden Gewässer oder auf dem Meer gepaddelt wird. Doch auch auf Seen ist eine Schwimmweste immer sinnvoll, denn bei einer Verletzung besteht das Risiko, nicht mehr aus eigener Kraft schwimmen zu können.

6 Wind & Wetter

Unwetter sind beim Stand-Up-Paddling sehr gefährlich und das nicht nur auf dem Meer. Auch auf Seen und Flüssen machen starke Winde das Vorankommen praktisch unmöglich. Doch bereits eine leichte Brise steigert den Kraftverbrauch beim Paddeln enorm.

Eine Tour, die bei Windstille ohne Probleme machbar ist, wird durch Wind zum Kraftakt. Bei Wind wird am besten auf den Knien oder im Liegen gepaddelt.

Empfehlung: Hitze und Sonnenschein wirken sich ebenfalls auf den Körper aus. Bei hohen Temperaturen ist darauf zu achten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und einen Sonnenschutz zu tragen.

7 Schiffe, Boote und Fähren

Ein Zusammenstoß mit einem größeren Wasserfahrzeug zieht meist schlimme Konsequenzen nach sich. Deshalb gilt es, die Ausweichregeln zu kennen und immer vorausschauen zu fahren. Dabei müssen Stehpaddler bedenken, dass sie für große Schiffe oft nicht sichtbar sind, insbesondere, wenn nah vor oder hinter dem Boot gefahren wird.

Der Schiffsbug erzeugt nicht nur die Bugwelle, die einen aus dem Gleichgewicht bringen kann, sondern auch Druck und Sog. Das Wasser um den Bug ist in Bewegung, deshalb wird beim Stehpaddeln immer ausreichend Abstand zu Schiffen gehalten.

Überholende Motorboote:

Motorboote sollten beim Überholen langsamer werden und ausreichen Abstand halten. Allerdings nehmen manche Kapitäne wenig Rücksicht. Wenn ein Boot sich von hinten nähert, sollte von vornherein Platz gemacht werden.

Kreuzende Fähren:

Häufig queren Fähren über Flüsse. Legt die Fähre gerade ab, heißt es am Rand abwarten, bis das Schiff den Fluss überquert hat und auf der stillliege Seite angekommen ist. Diese wird mit einem Schild markiert.

Bei Seilfähren ist ein Seil bzw. Kabel über den Fluss gespannt, mittels welchem die Fähre bewegt wird. Das Seil kann unter- oder oberhalb der Wasseroberfläche gespannt sein. Die Fähre darf nur passiert werden, wenn sie fest an ihrem Liegeplatz vertaut ist. Dann darf auf der gegenüberliegenden Flussseite vorbeigefahren werden.

Teilweise ist das Seil im Fluss verankert, dann markiert eine gelbe Boje diese Stelle. Sollten Tonnen das Fahrwasser markieren, wird die Fähre grundsätzlich umtragen. Zu groß ist das Risiko, an den Seilen zwischen den Tonnen hängenzubleiben.

Achtung: Besondere Vorsicht gilt bei Seilfähren. Ist das Seil unter der Wasseroberfläche, bleibt die Finne hängen. Im schlimmsten Fall verheddern sich Paddler und ertrinken.

8 Alkohol und Drogenkonsum

Nach der SUP Tour gehört die Belohnung in Form eines kühlen Bieres für viele Stehpaddler einfach dazu. Doch auf dem Wasser haben Alkohol und andere berauschende Substanzen nicht zu suchen.

Das Verletzungsrisiko steigt mit dem Leichtsinn, die Reaktionen werden schlechter und dadurch man selbst und andere in Gefahr gebracht.

Was viele Menschen nicht wissen:

Ab 0,5 Promille darf nicht mehr auf Binnen- oder Seeschifffahrtsstraßen gepaddelt werden. Verstöße werden geahndet, es drohen Geldstrafen, Führerscheinentzug und ab 1,5 Promille eine MPU.

9 Brücken

An Brücken wird die Strömung oft stärker und stellenweise versperren die Pfeiler den Fluss. Deshalb muss unter ihnen voraussehend hindurchgefahren werden. Wenn sich das Fahrwasser verengt, haben größere Wasserfahrzeuge Vorrang.

Niedrige Brücken werden am besten liegend oder auf den Knien passiert.

10 Hochwasser

Wer bei Hochwasser auf einem Fluss paddelt, setzt sich einem enormen Risiko aus. Die wenigsten Stehpaddler können sich unter diesen Umständen aufs Wasser wagen. Bei Hochwasser kann ein ruhig wirkender Fluss innerhalb von Sekunden zum reißenden Strom werden.

Unter Brücken gibt es kaum Platz für die Durchfahrt. Außerdem stellen Hindernisse in Form von umgefallenen Bäumen und Treibgut eine erhebliche Gefahr dar.

SUP Sicherheit auf Fließgewässern?

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Stand-Up-Paddling auf Fließgewässern ist eine Nummer für sich. Hier warten andere Gefahren als auf einem ruhigen See. Hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten zum Paddeln auf Flüssen.

Leash – ja oder nein?

Ja, aber auf keinen Fall eine Leash tragen, die am Fußgelenk befestigt wird. Sollte die Leash hängen bleiben, wird der Körper durch die Strömung unter Wasser gedrückt. Genau so sind bereits Stehpaddler in Deutschland ertrunken.

Daher ist dies einer der wichtigsten SUP Sicherheitstipps überhaupt. Auf fließenden Gewässern wird nur mit einer Hüftleash oder einer Restube/Schwimmboje gepaddelt.

Hindernisse

Es rauscht und die Wasseroberfläche schäumt? Dann befindet sich ein Hindernis unter der Wasseroberfläche. Wer nicht genau sagen kann, worum es sich handelt, umträgt die Stelle besser. Allgemein ist es immer richtig, sich das Hindernis vom Ufer aus anzusehen, bevor versucht wird es mit dem SUP Board zu überwinden.

Steine im Wasser und flache Bereiche stellen ebenfalls ein Risiko dar. Wenn die Finne hängen bleibt, kippt das Board oder kommt gleich ganz zum Stehen. Dadurch wird der Paddler nach vorne vom Board katapultiert.

Weitere Hindernisse sind umgestürzte Bäume, die über der Wasseroberfläche liegen oder Treibgut im Wasser.

Wildwasser

Wer sich für Wildwasser Stand-Up-Paddling interessiert, muss unbedingt einen entsprechenden SUP Kurs besuchen, bevor es alleine aufs Wasser gehen kann. Dort lernen Stehpaddler die richtige Technik, Risiken und wie sie sich mit einem Wurfsack gegenseitig retten.

Hilfe im Notfall?

Im Notfall sollte immer Hilfe gerufen werden! Dies sind die ersten Anlaufstellen bei Unfällen auf dem Wasser:

  • Andere Wassersportler bzw. -fahrzeuge
  • Wasserschutzpolizei oder reguläre Polizei
  • Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes
  • Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (https://www.seenotretter.de/, Tel: +49 421 536870)
  • DLRG
  • Revierzentrale (Binnengewässer)
  • Verkehrszentrale (Küste)
  • Wasserstraßen- oder Schifffahrtsämter
  • Schleusenbetriebsstelle
  • Hafenmeister
  • Kurverwaltungen
Übrigens: Jeder Wassersportler befindet sich in der Pflicht, anderen zu helfen. Selbstverständlich darf sich dabei niemand selbst in Gefahr bringen.

SUP Sicherheit Infografiken

Zum Download der Infografik klicken Sie einfach auf das gewünschte Bild:

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Vinzent

Charlie don’t surf, aber Vinzent schon. Wenn es sein Studium zulässt, dann werden die Bücher weggeworfen und Stifte gegen Boardshorts getauscht. Ansonsten verbringt er seine Zeit gerne in der Natur, am liebsten am Wasser oder in den Bergen.

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