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Poolfilter: Das richtige Pool-Filtersystem finden

Die meisten Menschen wünschen sich einen sauberen Pool. Dass dabei ein Filter helfen kann, ist vielen bekannt. Aber wie wählen Pool-Besitzer das passende Modell, den richtigen Anbieter und die passende Technik für ihr Schwimmbecken aus?

Was für Poolfilter-Systeme gibt es?

BeyondSurfing hat das Wissen verschiedener Pool-Experten zusammengetragen und präsentiert einen Kompakt-Ratgeber, der alle Fragen rund um Pool-Filteranlagen beantwortet.

Bestseller: Die beliebtesten Poolfilter

Was kaufen andere? BeyondSurfing stellt für Sie die TOP 11 der beliebtesten und am häufigsten gekauften Angebote zusammen. Die Auswahl wird täglich aktualisiert.**

(**Letzte Aktualisierung am 3.09.2021.)

Poolfilter kaufen:
Die verfügbaren Filtersysteme

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Ein Wasserfilter ist per Definition eine Vorrichtung zur Verbesserung der Wasserbeschaffenheit. Verbesserung meint hier, dass Partikel wie Trübstoffe oder Mikroorganismen entfernt werden.

Frank C. Müller ★★★★★
(Filter-Experte bei Wikipedia.de)


Der erste Schritt zum passenden Poolfilter ist das Wissen über die verschiedenen Filtersysteme und Pumpenarten.

Pumpsysteme

Es gibt 2 Arten von Pumpen:

1 Selbstansaugende Filterpumpen

Selbstansaugende Filterpumpen können über- oder unterhalb des Wasserstandes installiert werden. Sie arbeiten unabhängig von der Steigung. Im Gegensatz zu den normal saugenden Pumpen transportieren sie Luft, da sie die Schläuche selbständig entlüften können.
2 Normalsaugende Pumpen

Normalsaugende Pumpen können keine Luft transportieren und nur tiefer als der Wasserstand installiert werden. Dafür sind diese Versionen meistens günstiger und einfacher zu warten.

Luft transportieren bedeutet, das Ansaugrohr saugt versehentlich statt Wasser auch Luft ein. Das passiert z.B., wenn Filterpumpen zum Einhängen mit Bewegungen der Wasseroberfläche konfrontiert werden.

Für beide Modelle gilt: Je kürzer der Weg zum Becken, desto effizienter arbeitet die Pumpe.

Ebenfalls interessant: Die beliebtesten Poolpumpen im Vergleich.


Filterarten

Die gängigsten Filtersysteme auf dem aktuellen Markt sind Poolfilter die mit Sand und Filter Bällen arbeiten, oder Kartuschen-Filter. Nachfolgend erfahren Sie alles Wichtige zu den Modellen, sowie ihren Vor- und Nachteilen.

Sandfilter
  • Niedrigere Kosten
  • Einfache Wartung
  • Sand hält fünf bis sieben Jahre, bevor er gewechselt werden muss
  • Besonders feiner Sand ist teuer
  • Durch das nötige Rückspülen wird Wasser verschwendet
  • Auf Dauer erhöht sich der Druck im Kessel, das verringert die Filterwirkung

Kunden mit begrenztem Budget und nur wenig Zeit für die Wartung, sind mit einem Sandfilter gut beraten. Diese sind auch für große Pools optimal, da sie kraftvoll sind und nur schwer verstopfen.

So funktioniert es:

Die integrierte Pumpe saugt Wasser aus dem Becken an und filtert es dann durch einen großen Tank voller Sand. Hier wird meist Quarzsand verwendet. Dieser erfasst Partikel mit einer Größe von 20 Mikrometern und mehr.

Die Technik dahinter?

Jedes Sandkorn hat eine raue Oberfläche. Das wird deutlich, wenn es durch ein Mikroskop betrachtet wird. Diese raue Oberfläche kann Verunreinigungen und Ablagerungen, die durch den Filter wandern, festhalten.

Dadurch wird auch erklärt, warum der Sand alle paar Jahre gewechselt werden muss. Die Schmutzpartikel schmirgeln die Oberfläche der einzelnen Körner auf Dauer glatt – der Filtereffekt wird schwächer.

Pro-Tipp: Alternativ können Pool Filterbälle verwendet werden. Sie müssen etwas häufiger gewechselt werden, sind im Vergleich aber günstiger als Quarzsand. Der Nachteil ist der anfallende Müll.
Kartuschen-Filter
  • Filtert auch kleinste Verunreinigungen
  • Kein Rückspülen; weniger Wasserverschwendung
  • Funktioniert auch gut bei geringer Pumpleistung
  • Mehr Wartungsarbeit als bei Sandfiltern
  • Mehr Müll durch Filterwechsel
  • Eine gründliche Reinigung ist 1 bis 2 Mal pro Jahr erforderlich

Obwohl sie normalerweise etwas teurer als Sandfilter sind, haben Kartuschen-Filter den Vorteil, dass sie effektiver in kleineren Becken arbeiten.

Die Funktionsweise:

In einem Tank, der etwas kleiner als bei Sandfiltern ist, befindet sich ein Kunststoffzylinder. Dieser wird von einem Filtermedium umgeben, was an einen Kaffeefilter aus Plastik erinnert – die Kartusche. Wasser fließt in den Tank und durch die feinen Öffnungen in der Kartusche. Der Schmutz wird aufgefangen und das Wasser gelangt durch die feinen Öffnungen zurück ins Becken.

Die richtige Wartung?

Anstatt wie beim Sandfilter rückzuspülen, wird die Kartusche entfernt und mit Wasser von Hand gespült. Einfach ein Glas Wasser nehmen und hineinkippen. Einmal im Jahr sollte ein Filter Reiniger-Spray, verdünnte Salzsäure oder eine andere gründliche Reinigung genutzt werden. Dies ist zwar etwas mehr manuelle Arbeit als beim Rückspülen, es verschwendet jedoch weniger Wasser.

Entscheidung: Welchen Poolfilter kaufen?

Selbstansaugende Pumpen sind zuverlässiger und deswegen zu bevorzugen. Bei der Filterwahl müssen Kunden sich fragen, welche Form der Wartung, des Wasserverbrauchs und der Umweltfreundlichkeit sie bevorzugen.

Nachdem eine Pumpen- und eine Filter-Sorte gewählt wurde, muss nur noch die richtige Kaufentscheidung getroffen werden. Dafür sind verschiedene Features relevant:

  1. Umwälzleistung

    Das Poolwasser muss idealerweise jeden Tag mindestens 2 x gänzlich umgewälzt und gefiltert werden. Die sogenannte Umwälzleistung gibt an, wie viel Liter Wasser pro Stunde die Pumpe filtert. Das bedeutet, die Leistung muss zur Beckengröße passen.

    Hier sind diese Angaben zu finden: Die meisten Hersteller geben den Wert in der Produktbeschreibung in Kubikmetern an. Je höher die Leistung, desto schneller und desto mehr Wasser wird von der Filterpumpe gereinigt.

    Gut zu wissen: Ein Kubikmeter (1 m³) entspricht 1.000 Litern Wasser. Also werden bei einer Pumpe mit 1,7 Kubikmeter/h Leistung 1.700 Liter pro Stunde umgewälzt.

  2. Stromverbrauch

    Beim Kauf eines Pool-Filters ist der Stromverbrauch nicht zu vergessen. Hier können Kunden bares Geld sparen. Eine Filteranlage mit einer 500 Watt Leistung hat einen Verbrauch von 0,5 kW (Kilowatt). Bei 60 Minuten Betrieb zahlen Kunden dafür aktuell etwa 0,15 Euro.

    Sparsam aber kraftvoll genug: Starke Pumpen verbrauchen natürlich dementsprechend mehr Strom. Allerdings gibt es unter gleichstarken Pumpen Unterschiede: Das bedeutet, die eine Pumpe arbeitet genauso kraftvoll wie die andere, verbraucht dabei aber weniger Strom.

  3. Weitere Extras

    Es gibt Filterpumpen, die über eine integrierte Zeitschaltuhr verfügen. Damit können feste Laufzeiten programmiert werden. So läuft der Poolfilter z.B. von selbst während der Nacht. Beim Aufwachen steht dann ein bereits gereinigter Pool ohne Betriebsgeräusche der Pumpe bereit.

    Manche Filterpumpen können mit einer (Solar-) Heizung kombiniert werden. Das eignet sich für kleinere Becken, die auch im Herbst oder Frühling angenehme Temperaturen haben sollen. Ein Whirlpool hingegen hat meist eine integrierte Filterpumpe.

    Außerdem gibt es Sets, in denen mehrere Adapter für den Anschluss enthalten sind. Damit lässt sich der Poolfilter an verschiedenen Pools und Stromquellen anschließen.

Checkliste: Auf folgende Merkmale beim Kauf achten

  • Sand-/Filterball- oder Kartuschensystem
  • Bevorzugt selbstansaugendes System
  • Umwälzleistung passt zur Beckengröße
  • Stromverbrauch so niedrig wie möglich, aber genügend Energie für die Pumpen-Leistung
  • Zeitschaltuhren erleichtern die Planung der Betriebszeiten
  • Falls relevant mit Heizungen kombinierbar
  • Passende Adapter verfügbar

Einen Poolfilter selber bauen?

Geschickte Bastler können sich für den eigenen Pool mit dem richtigen Material auch eine Pumpe bauen. Das spart Geld und ist eine spannende Erfahrung. Mit dem richtigen Zubehör muss ein DIY Filter auch nicht viel schwächer sein, als ein professionelles Modell.

Netter Nebeneffekt: Je nach Material kann hier auch ein “Sauna”-Effekt erreicht werden. Dunkles Polyester erhitzt im Sommer das Wasser beim Filtern.

In diesem Youtube Video finden Interessierte eine Schritt-für-Schritt Anleitung:

DIY Pond Filter Made EASY From Trash Can!

FAQ: Häufige Fragen und Antworten zu Poolfiltern

Wie funktionieren Poolfilter?

Ein Poolfilter saugt das Poolwasser an und drückt es dann durch ein spezielles Filtermedium. Anschließend wird das gereinigte Wasser wieder in das Becken gepumpt. Der eingebaute Filter hält dabei Schmutzpartikel oder Insekten zurück. Das Ergebnis ist hygienisches und klares Wasser.

Welchen Filter für den Pool?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Das richtige Modell muss anhand der Pool-Größe, des verfügbaren Budgets und der Umweltverträglichkeit, sowie Extras wie Zeitschaltuhren ausgewählt werden. Hierbei können Kunden auf Testsieger renommierter Test-Plattformen, Erfahrungen anderer Käufer und gut recherchierte Kaufratgeber setzen.

Wie lassen sich Poolfilter am besten reinigen?

BeyondSurfings Reinigungs-Empfehlung:

  • Pumpe ausschalten und auf Rückspülen einstellen
  • Abdeckung der Pumpe öffnen und auswischen
  • Anlage einschalten und einige Minuten laufen lassen
  • Jetzt das Ventil auf Nachspülen einstellen
  • Pumpe nach einer halben Minute abschalten und Ventil zurück auf Filtern stellen

Was kosten gute Poolfilter?

Bei einer qualitativ hochwertigen Pumpe müssen mit etwa 50 bis 200 € gerechnet werden. Je nachdem mit welchem Mechanismus gefiltert wird. Es ist wichtig, dass Kunden sich bewusst machen, dass weitere Kosten, in Form von Ersatzteilen und Filtertausch, auf sie zukommen. Eine Filterball-Pumpe mag anfangs günstig sein, ist im Betrieb langfristig aber teurer. Das liegt an dem kurzlebigen Filtermedium.

Wo kann man gute Poolfilter kaufen?

Poolfilter können Kunden in vielen Garten-Fachgeschäften kaufen. Eine große Auswahl finden Käufer auch auf Amazon.de. Käufer, die Freude am Bauen und Basteln haben, können sich auch einfach eine Poolpumpe Marke Eigenbau zusammenbauen.

Kann man die Filter-Pumpe draußen stehen lassen, wenn es regnet?

Ein Poolfilter muss in jedem Fall wasserfest sein. Sonst kann er nicht im und um das Schwimmbecken herum verwendet werden. Dementsprechend ist es kein Problem, ihn im Regen draußen stehenzulassen.

Fazit: Der Poolfilter Kauf will gut überlegt sein

Damit der eigene Pool auf günstige, effektive und effiziente Art gereinigt wird, muss der passende Filter gewählt werden. Kunden müssen sich vor dem Kauf bewusst machen, dass es verschiedene Filtermedien, Pumpen und Leistungen gibt.

Korrekt an das eigene Becken angepasst kann ein Poolfiltersystem den Badespaß optimieren. Dann erstrahlt das Becken im Garten kristallklar

Fachliteratur, Quellen & weiterführende Links

Noch mehr Informationen zum Thema finden Sie hier:

  • DIY Pumpe: https://www.youtube.com/watch?v=N9zVLh2dGt0

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Lara

Lara lebt in Griechenland und könnte sich einen Tag ohne Meer vor der Haustür kaum noch vorstellen. Wenn Sie nicht gerade für BeyondSurfing schreibt, verbringt Sie ihre Freizeit am liebsten am Strand oder mit Schnorchelausrüstung im Wasser.

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