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Wassergymnastik: Was taugt Aqua Gymnastik wirklich?

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Wassergymnastik ist nicht nur als Rehasport bekannt, sondern kann auch fitten Personen ein effektives Training bieten. Das Training im Wasser ist dabei mit zahlreichen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit verbunden.

So geht Wassergymnastik:

BeyondSurfing erklärt, worauf bei der Aqua Gymnastik geachtet werden muss und stellt einige der beliebtesten Wassergymnastik Übungen vor. Außerdem erklären wir, für wen die Sportart geeignet ist und warum es sich lohnt, diese einmal auszuprobieren. Vielleicht finden Sie so schon bald ihre neue Lieblingssportart.

Wassergymnastik in Zahlen, Daten, Fakten

  • Bei der Wassergymnastik kann der Körper trainiert werden, ohne die Gelenke dabei stark zu belasten. Aqua Gymnastik ist somit sowohl schonend als auch effektiv.
  • Wassergymnastik wird häufig zur Rehabilitation genutzt und Patienten zum Beispiel in Form eines Rehasport-Rezepts verschrieben.
  • Wassergymnastik ist nicht nur für Senioren oder Personen mit körperlichen Beschwerden geeignet. Auch für körperlich fitte Personen ist der Sport ein gutes Training.
  • Wassergymnastik findet üblicherweise in flachen Becken statt. Der Kopf bleibt dabei Überwasser. So können auch Menschen, die sich im Wasser noch unsicher fühlen, die Sportart gut ausüben.
  • Wassergymnastik wird in warmen Wasser ausgeübt. Die Wassertemperaturen betragen meist um die 30 Grad Celsius.

Warum Wassergymnastik?

Wassergymnastik ist als eine besonders schonende, aber trotzdem effektive Sportart bekannt. Dadurch, dass alle Bewegungen im Wasser ausgeführt werden, können die Vorteile des Wasserwiderstandes und Auftriebs gut genutzt werden. Die Sportart überzeugt so durch zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit und eignet sich für eine Vielzahl verschiedener Personen.

Welche Vorteile hat Wassergymnastik?

  • Gelenkschonend: Das Wasser bietet Personen bei der Wassergymnastik Auftrieb. So kann trainiert werden, ohne die Gelenke wie bei anderen Sportarten stark zu belasten.
  • Kraftaufbau: Da die Körperteile beim Ausführen der Übungen hauptsächlich unter der Wasseroberfläche sind, ist der Wasserdruck deutlich zu spüren. Wer die Körperteile hier bewegen möchte, spürt diesen Widerstand und muss mehr Kraft aufbringen, als es außerhalb des Wassers nötig wäre. Damit ist die Wassergymnastik auch zum Trainieren zahlreicher Muskelgruppen gut geeignet.
  • Koordination & Konzentration: Oft werden bei der Wassergymnastik verschiedene Körperteile gleichzeitig bewegt. Um die Übungen richtig auszuführen, ist es also wichtig, sich zu konzentrieren und die Bewegungen richtig zu koordinieren. Wer regelmäßig zur Wassergymnastik geht, trainiert folglich diese Fähigkeiten.
  • Beweglichkeit & Gleichgewicht: Die Vielfalt der Übungen der Wassergymnastik erlaubt es neben verschiedenen Muskelgruppen auch, die eigene Beweglichkeit und das Gleichgewicht zu trainieren. Hier helfen zum Beispiel Übungen, die auf einem Bein ausgeübt werden.
  • Ausdauer & Abnehmen: Im Gegensatz zu Sportarten außerhalb des Wassers merken Personen im Wasser oft nicht, wenn diese schwitzen. Trotzdem tritt dieser Zustand, besonders bei aktiveren Varianten der Sportart ein, sodass die Ausdauer trainiert wird. Wer regelmäßig mithilfe von Wassergymnastik trainiert, kann die Sportart so auch zum Abnehmen und zum Fettabbau nutzen.
  • Herz-Kreislauf-System: Wassergymnastik fördert die Durchblutung und wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.
  • Für unsichere Schwimmer geeignet: Im Gegensatz zu anderen Wassersportarten befinden sich Personen bei der Wassergymnastik nur ca. hüfttief im Wasser. Auch unsichere Schwimmer können den Sport somit problemlos ausüben.

Für wen eignet sich Wassergymnastik?

Aufgrund dieser Vorteile ist Wassergymnastik für die folgenden Personen perfekt geeignet:

  • Übergewichtige Personen
  • Personen mit Gelenkproblemen & Problemen mit der Wirbelsäule
  • Personen mit Rückenschmerzen
  • Schwangere Personen
  • Nach Operationen an verschiedenen Gelenken (z. B. Knie, Schulter, Hüfte)
  • Senioren
  • Unsichere Schwimmer & Nichtschwimmer

Trotzdem eignet sich die Sportart nicht für alle Personen. Beispielsweise ist der ständige Aufenthalt im Schwimmbad ist für Asthmatiker eher ungeeignet.

Ebenfalls nicht empfohlen wird Aquagymnastik Personen mit einem hohen Blutdruck, Herzproblemen oder chronischen entzündlichen Krankheiten. Hier ist das warme Wasser, dass typisch für die Wassergymnastik ist, eher schädlich und kann den Gesundheitszustand verschlechtern.

Achtung: Personen mit Vorerkrankungen sollten somit, bevor mit der Wassergymnastik begonnen wird, einen Arzt aufsuchen. Mit diesem kann abgeklärt werden, ob die Sportart individuell geeignet ist und lieber vermieden werden sollte.

Beliebte Wassergymnastik Übungen?

Wassergymnastik Workout

Bei der Wassergymnastik kommen eine Vielzahl von Übungen zum Einsatz, die unterschiedliche Bereiche trainieren. Neben Übungen, die jeder einfach im Wasser ausführen kann, gibt es auch solche, die auf einem Hilfsmittel basieren.

1Basic: Das Unterwasser Joggen

Unterwasser Joggen ist eine der wichtigsten Grundlagen der Wassergymnastik. Die fürs Joggen üblichen Bewegungen werden hier Unterwasser ausgeführt, wodurch die Gelenke geschont werden, ohne dass die gesundheitlichen Vorteile des Laufens verloren gehen. Die Übung wird häufig beim Aufwärmen verwendet.

Tipp: Intensiver kann diese Übung durch einen Aqua-Jogging-Gürtel gestaltet werden.

2Übungen für die Arm- & Schultermuskulatur:

  • Wasser vorschieben: Wer Arme und Schultern trainieren möchte, kann mit den Handflächen Wasser vom Körper weg nach vorne schieben.
  • Seepferd: Bei dieser Übung wird ein Arm zur Seite ausgestreckt. Das Knie auf derselben Seite wird angehoben und in Richtung des anderen Arms, der angewinkelt ist, bewegt. Anschließend wird die Seite gewechselt.

    Dadurch, dass nicht nur die Arme an der Übung beteiligt sind, werden auch die Beinmuskulatur und die Koordination trainiert.

  • Flügelschläge: Hier muss die Person beide Arme zur Seite ausstrecken und dann langsam auf und ab bewegen. Wichtig ist es, dass die Arme dabei Unterwasser bleiben. Durch den Wasserwiderstand werden Arme und Schultern so intensiv trainiert.

3Übungen für die Rumpfmuskulatur:

  • Bauchrolle: Ausgangsposition der Bauchrolle ist die Bauchlage. Jetzt werden die Beine angezogen und dann nach vorne ausgestreckt. Die Person endet in der Rückenlage.
  • Seitrolle: Diese Übung beginnt in der Seitenlage mit ausgestreckten Beinen. Anschließend werden die Beine angezogen und zur anderen Seite bewegt. Endposition ist die Seitenlage auf der anderen Seite.
  • Froschkönig: Hier werden die miteinander verschränkten Hände vor den Körper gestreckt. Die Person steht mit leicht gespreizten Beinen im Wasser. Jetzt werden gleichzeitig die Knie angezogen und die Arme in Richtung Füße bewegt.

4Übungen für die Bein- und Gesäßmuskulatur:

  • Nixentwist: Bei dieser Übung wiird mit eng zusammenstehenden und angewinkelten Beinen im Wasser gestanden. Ein Arm ist angewinkelt, der andere wird zur Seite ausgestreckt. Jetzt wird der Oberkörper in Richtung des gestreckten Arms gedreht, während die Knie zur anderen Seite zeigen.
  • Kick: Ein einfacher Weg, die Beinmuskulatur zu trainieren, sind Kicks. Hierbei wird Unterwasser nach vorne gekickt.
  • Schere: Bei der Schere muss die Person senkrecht im Wasser stehen. Die Beine sind gestreckt und werden jetzt in entgegengesetzte Richtungen Unterwasser vor und zurückbewegt.

5Übungen mit Hilfsmittel:

  • Wiege mit Poolnudel: Bei dieser Übung wird der Köroer auf die Poolnudel gelegt. Die Beine sind eng zusammen und zum Körper gezogen. Jetzt werden sie von einer Seite auf die andere bewegt.
  • Poolnudel Twist: Hier wird die Poolnudel mit etwa schulterbreiten Händen festgehalten. Mithilfe von kleinen Hüpfern wird der Körper nun zur Seite gedreht. Die Arme mit der Poolnudel bewegen sich in die andere Richtung.
  • Rückenübung mit Paddles: Um mithilfe von Paddles den Rücken zu trainieren, liegen die Arme anfangs am Körper. Jetzt werden diese nach vorne bewegt, wobei die Paddles nach oben zeigen. Anschließend werden die Hände umgedreht und auf demselben Weg wieder in die Ausgangsposition gebracht.

5 Tipps zur Wassergymnastik?

aquagymnastik

Wer mit der Wassergymnastik beginnen möchte, sollte dabei einiges beachten. Die folgenden Tipps und Hinweise helfen dabei, sich perfekt auf das Wassergymnastik Training vorzubereiten und dieses möglichst effektiv und gesund zu gestalten.

1. Die richtige Ausrüstung

Für die Wassergymnastik wird die typische Schwimmausrüstung benötigt. Mitgebracht werden sollten:

Besonders hilfreich kann es sein, zum Training weiteres Zubehör mitzubringen. Diese können vorhandene Übungen intensiver gestalten oder für neue Übungen genutzt werden. Typische Hilfsmittel bei der Aqua Gymnastik sind zum Beispiel:

Tipp: Wer die Hilfsmittel nutzen, aber nicht selbst kaufen möchte, kann diese oft in Schwimmbädern oder bei Wassergymnastik Kursen ausleihen.

2. Der perfekte Ort

Besonders Anfängern wird es empfohlen, an einem Wassergymnastik Kurs teilzunehmen. Zudem kann alleine in zahlreichen Schwimmhallen trainiert werden. Geeignet sind außerdem Fitnessstudios, die ein eigenes Schwimmbecken besitzen.

3. Richtig Aufwärmen

Auch bei der Wassergymnastik ist es wichtig, den Körper vor dem richtigen Training gut aufzuwärmen. Oft reichen hier schon ein paar Minuten Unterwasserjoggen.

4. Trainingsdauer und -häufigkeit

Um bessere Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt es sich, mehrmals die Woche zu trainieren. Gut geeignet sind zum Beispiel 3 Trainingseinheiten pro Woche.

Eine typische Trainingseinheit bei der Wassergymnastik dauert 45 Minuten. Die einzelnen Übungen werden dabei ca. 20-mal durchgeführt. Anschließend findet eine kurze Pause statt.

5. Genug Trinken

Bei der Wassergymnastik besteht leicht die Gefahr, nicht genug zu trinken. Grund dafür ist, dass der Aufenthalt im Wasser dazu führt, dass das Schwitzen nicht bemerkt wird. Personen sollten also bei der Sportart also besonders auf genügend Trinken achten.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten über Wassergymnastik

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Was ist der Unterschied zwischen Wassergymnastik und Aqua Fitness?

Unter Wassergymnastik wird meist eine ruhigere Sportart verstanden, die besonderen Fokus auf Rehabilitation legt und gut für ältere Personen und Personen nach Operationen geeignet ist.

Aquafitness wird hingegen mit einem stärkeren Fokus auf aktiver Bewegung und Sportlichkeit verbunden. Die Sportart ist häufig auch bei jüngeren Personen beliebt und findet teilweise mit Musik statt.

Wie effektiv ist Wassergymnastik?

Wer regelmäßig zur Wassergymnastik geht, kann effektiv sowohl die Muskelkraft als auch die Ausdauer trainieren. Eine wichtige Rolle spielt hier der Widerstand, der durch das Wasser entsteht und die Übungen so besonders effektiv werden lässt.

Kann man mit Wassergymnastik abnehmen?

Ja, durch Wassergymnastik kann abgenommen werden. Wichtig ist hier ein regelmäßiges Training, dass mehrmals die Woche stattfindet.

Wie teuer ist Wassergymnastik?

Ein Wassergymnastik Kurs mit ca. 8 Einheiten kostet meist um die 100 €. Teilweise kann dieser Preis jedoch zum Teil von der Krankenkasse übernommen werden.

Wird Wassergymnastik von der Krankenkasse bezahlt?

Wer funktionelle Wassergymnastik Übungen zur Prävention nutzten möchte, kann sich einen Teil der Kosten von der Krankenkasse erstatten lassen. Übernommen werden bis zu 80 Prozent des Kurspreises.

Wie lange dauert Wassergymnastik?

Wer einen Wassergymnastik Kurs belegt, erhält meist um die 10 Kurseinheiten. Diese dauern üblicherweise jeweils 45 Minuten.

Was sind typische Hilfmittel bei der Wassergymnastik?

Zu den typischen Hilfsmittel bei der Auqagymnastik gehören zum Beispiel Paddles und eine Schwimmnudel. Auch Gummibälle, Schwimmbretter oder Wasserhanteln werden gerne genutzt.

Wie hoch ist der Kalorienverbrauch bei der Wassergymnastik?

Wer eine halbe Stunde Wassergymnastik ausübt, kann dabei ca. 400 Kalorien verbrauchen. Der genaue Kalorienverbrauch ist jedoch von zahlreichen Faktoren, wie der jeweiligen Person und der Intensität des Trainings abhängig.

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Lilly

Lilly hat schon viele Stunden ihres Lebens auf Schlittschuhen verbracht. Wenn sie nicht gerade fürs Studium am Laptop sitzt, ist sie gerne in der Natur unterwegs oder genießt die eisige Winterluft beim Eislaufen und Skifahren.

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