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Die besten Kajaks in 2020?

Das Kajak gehört zu den beliebtesten Bootsklassen im Kanusport. Dementsprechend groß ist die Auswahl unter den verschiedenen Modellen.

Sicherheit und Komfort bei Kajaks:

Stabilität, Lauffreudigkeit, Wendigkeit, Sicherheit und Komfort zeichnen ein gutes Kajak aus. Nur so ist unbegrenzter Paddelspaß beim nächsten Ausflug garantiert.

So vermeiden Sie Fehlkäufe:

Egal ob entspannter Freizeit-Kajakfahrer oder auf der Suche nach dem nächsten Wildwasser-Abenteuer, BeyondSurfing stellt Ihnen die besten Modelle in 2020 vor. Damit wird Ihre nächste Kajaktour garantiert ein Erfolg.

Inhalt:

  1. TOP 3: Die besten Kajaks im Vergleich
  2. Checkliste: Das sollten Sie beim Kauf beachten
  3. Angebote: Heute im Angebot
  4. Bestseller: Die beliebtesten Kajaks im Überblick
  5. Ratgeber: So treffen Sie die richtige Kaufentscheidung
  6. FAQ: Häufige Fragen und Antworten zu Kajaks

TOP 3: Die beliebtesten Kajaks im Vergleich

Aufblasbare Kajaks haben den Vorteil einfach und leicht transportiert zu werden. Im Freizeitsport haben sich dabei insbesondere die folgenden 3 Modelle durchgesetzt:

Platz 1: Advanced Elements Frame Convertible

Vorteile

  • Kann als Einer- und Zweier-Kajak gepaddelt werden
  • Sehr stabil und gute Laufeigenschaften dank Drop-Stitch
  • Als offenes und geschlossenes Kajak nutzbar
  • Verstärkung aus Aluminium im Bug- und Heckbereich

Nachteile

  • Finne im Bug nicht abnehmbar
  • Kein Zubehör im Lieferumfang

Zusammenfassung

Das Convertible Kajak von Advanced Elements ist ein variables, aufblasbares Kajak, das dank verschiebbarer Sitze, sowohl als Einer, als auch als Zweier-Kajak gefahren werden kann.

Ausgeliefert wird das Kajak als offenes Boot. Dank optional erhältlicher Decks lässt sich das Boot schließen. Damit ist die Verwendung von Spritzdecken und ein Einsatz im Wildwasser möglich.

Das Kajak hat sehr gute Laufeigenschaften und ist spurtreu. Dies liegt unter anderem an dem Boden in Drop-Stitch-Bauweise (Senkrechte Verbindung von zwei Stücken eines gewebten Polyester-Trägergewebes mit Tausenden von feinen Polyester Fäden) und Verstärkungen aus Aluminium im Bug- und Heckbereich. Damit ist das Kajak als Anfänger-Kajak gut geeignet.

Fazit

Das Advanced Elements Frame Convertible ist ein variables Kajak für ein bis zwei Personen. Die Qualität und die Fahreigenschaften sind hervorragend und längere Touren sind problemlos möglich.

Produktdetails

  • Highlight: 2 feste, verschiebbare Sitze mit Rückenlehnen
  • Highlight: Trageschlaufen vorne und hinten
  • Highlight: 6 Luftkammern mit Boston- und Hochdruckventilen
  • Material: PVC, Tarpaulin, Polyester und Vinyl im Sandwich-Prinzip
  • Maximale Belastbarkeit: 250 kg
  • Besonderheit: Decks und Spritzdecken erhältlich, Drop-Stitch-Boden, als Einer und Zweierkajak nutzbar
  • Abmessungen: 460 x 81 cm
  • Gewicht: 23,6 kg
  • Packmaß: 89 x 53 x 30 cm
  • Lieferumfang: Boot, Tragetasche

Kundenbewertungen

Das sagen Kunden
Ganze 84 % aller Kunden bewerten das Produkt mit vier bis fünf Sternen als gut bis sehr gut.

Die Kunden sind begeistert von der guten Qualität des Materials und berichten über Touren mit bis zu 30 km. Die Verarbeitung ist super und vor allem die Verstärkung aus Aluminium im Bug- und Heckbereich wird positiv hervorgehoben. Das Fahrverhalten des Kajaks ist ausgesprochen gut.

Rund 7 % stehen dem Produkt neutral gegenüber, während 9 % das Produkt als mangelhaft und unzureichend bewerten.

Es wird vereinzelnd berichtet, dass das Boot nicht besonders gut in die mitgelieferte Tragetasche passt. Einige Kunden finden es schade, dass sich das separat erhältliche Zubehör nicht direkt im Lieferumfang befindet.

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FAQ

Bis zu welchem Druck kann das Boot aufgepumpt werden?
Das Boot sollte mit einem Druck 0,1 bar bzw. 2 psi gefahren werden.
Kann ein dritter Sitz montiert werden?
Nein, dafür ist das Kajak zu klein.

Platz 2: Intex Excursion Pro

Vorteile

  • Bequeme Sitze mit Rückenlehne
  • Abnehmbare Finnen unterschiedlicher Länge
  • 2 Doppelpaddel, Pumpe und Luftdruckprüfer im Lieferumfang
  • Fußstützen für besseren Halt im Boot

Nachteile

  • Die Paddel sind etwas zu kurz

Zusammenfassung

Das Excursion Pro von Intex ist ein günstiges, aufblasbares Zweierkajak. Das Kajak ist offen. Vorne und hinten befindet sich ein kleiner Spritzschutz.

Der verhältnismäßig breite Rumpf bietet eine gute Stabilität, sorgt allerdings für weniger gute Laufeigenschaften. Die aufblasbaren Sitze sind sehr bequem und die einstellbaren Fußstützen verhelfen zu gutem Halt im Boot.

Die Angelrutenhalter machen das Kajak zum Angeln interessant, obwohl im Boot nicht gestanden werden kann. Das umfangreiche Zubehör rundet den positiven Gesamteindruck ab.

Fazit

Das Intex Excursion Pro ist das perfekte Kajak für kleine Touren zu zweit. Im Lieferumfang dieses Kajaks ist alles enthalten, um direkt zu starten.

Produktdetails

  • Highlight: Aufblasbare Sitze mit Rückenlehnen
  • Highlight: Trageschlaufen vorne und hinten
  • Highlight: 3 Luftkammern mit Boston-Ventilen
  • Material: 3-lagiges PVC/Vinyl, 0,75 mm stark
  • Maximale Belastbarkeit: 180 kg
  • Besonderheit: stabile einstellbare Fußstützen, 2 Angelhalterungen
  • Abmessungen: 384 x 94 cm
  • Gewicht: 21 kg
  • Packmaß: 90 x 40 x 40 cm
  • Lieferumfang: Boot, Tragetasche, 2 Doppelpaddel, 2 Finnen, Pumpe, Luftdruckprüfer, Reparaturset

Kundenbewertungen

Das sagen Kunden
Ganze 77 % aller Kunden bewerten das Produkt mit vier bis fünf Sternen als gut bis sehr gut.

Die Kunden betonen das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis und das überzeugende Material in dieser Preisklasse. Die Stabilität des Bootes und die einfachen Fahreigenschaften sind die Hauptgründe das Boot weiterzuempfehlen.

Rund 3 % stehen dem Produkt neutral gegenüber, während 20 % das Produkt als mangelhaft und unzureichend bewerten.

Kunden bemängeln eine hohe Anfälligkeit für Löcher in der Außenhülle bei Grundberührungen. Bei einigen Kunden verlieren die Sitze mit der Zeit an Luft.

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FAQ

Kann man einen Außenbordmotor anbringen?
Nein, die Montage eines Außenborders ist nicht möglich.
Ist das Boot salzwassertauglich?
Ja, laut Hersteller ist das Kajak gegen Salzwasser unempfindlich.

Platz 3: Intex Challenger K2

Vorteile

  • Abnehmbare Finne
  • 2 Doppelpaddel und Pumpe im Lieferumfang
  • Breiter, flacher Rumpf für hohe Kippstabilität

Nachteile

  • Das Material ist relativ dünn und anfällig für Löcher
  • Schlechte Laufeigenschaften durch wenig Längsstabilität

Zusammenfassung

Das Challenger K2 von Intex ist ein aufblasbares Zweierkajak für Einsteiger, die kurze Touren oder Ausflüge an den Badesee unternehmen wollen.

Der sehr breite flache Rumpf bietet eine gute Kippstabilität, durch wenig Steifigkeit des Bodens, hängt das Boot etwas durch. Das Kajak hat keine optimalen Laufeigenschaften auf längeren Strecken.

Das große Gepäcknetz auf dem Bug ermöglicht die Mitnahme von etwas Gepäck, die Tragkraft von maximal 160 kg sollte nicht überschritten werden.

Fazit

Ein sehr günstiges Zweierkajak für den nächsten Ausflug zum Badesee. Aufgrund der kompakten Abmessungen lässt sich das Boot gut alleine paddeln.

Produktdetails

  • Highlight: Aufblasbare Sitze mit Rückenlehnen
  • Highlight: Trageschlaufen vorne und hinten
  • Highlight: 2 Luftkammern mit Boston-Ventilen
  • Material: PVC
  • Maximale Belastbarkeit: 160 kg
  • Besonderheit: großes Gepäcknetz
  • Abmessungen: 351 x 76 cm
  • Gewicht: 15 kg
  • Packmaß: 46 x 69 x 28 cm
  • Lieferumfang: Boot, Tragetasche, 2 Doppelpaddel, Finne, Pumpe, Prüfstreifen für den Luftdruck, Reparaturset

Kundenbewertungen

Das sagen Kunden
Ganze 75 % aller Kunden bewerten das Produkt mit vier bis fünf Sternen als gut bis sehr gut.

Die Kunden sind begeistert von der Einfachheit dieses Kajaks. Es hat ein kleines Packmaß, ist leicht und lässt sich schnell aufpumpen. Viele Kunden benutzen das Kajak auch als Einer und freuen sich, dass sie dann mehr Gepäck zuladen können als in der Einer-Variante dieses Modells. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Kajak ist gut.

Rund 8 % stehen dem Produkt neutral gegenüber, während 17 % das Produkt als mangelhaft und unzureichend bewerten.

Einige Kunden beklagen sich darüber, dass schon nach nur seltenem Gebrauch das Boot undicht ist. Die Befestigung der Sitze mit Klettverschluss ist nicht optimal, da dieser nicht gut hält.

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FAQ

Gibt es für das Kajak passende Spritzdecken?
Nein, für dieses Kajak gibt es keine passenden Spritzdecken.
Kann man die Finne nachbestellen, falls diese verloren geht?
Ja, die passenden Finnen können beim Hersteller bestellt werden.

Checkliste: Das sollten Sie beim Kauf beachten

  • Gewünschtes Einsatzgebiet? Nicht jedes Kajak ist gleich. Ein Kajak für ruhige Gewässer ha andere Fahreigenschaften als ein Kajak, mit dem Sie Stromschnellen erkunden oder auf dem Ozean hinaus möchten.
  • Haltbarkeit? Neben der richtigen Pflege ist insbesondere das Material entscheidend dafür, wie lange das Kajak hält. Im Freizeitbereich haben sich PE, PVC und Gewebe-verstärkende Materialien wie Trapaulin durchgesetzt.
  • Manövrierbarkeit? Mit steigender Länge sinkt die Wendigkeit aber desto schneller und besser gleitet das Kajak mit wenigen Paddelschlägen druch das Wasser.
  • Komfort und Nutzerfreundlichkeit? Gerade für längere Strecken ist Bequemlichkeit wichtig. Es gibt verschiedene Arten von Sitzen, Kissen, Belüftungen, Fußrasten, Knie- und Oberschenkelstützen, sowie Rückenbänder. Achten Sie für eine komfortable Fahrt darauf, dass die Sitzmöglichkeiten individuell verstellbar sind.

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Kajak kaufen:
So treffen Sie die richtige Entscheidung

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Kajak fahren ist die effektivste und ästhetischste muskelbetriebene Bewegungsform auf dem Wasser.

Das sehen 90 % der befragten Wassersportler einer Studie, die im Rahmen einer Untersuchung an der oberen Isar befragt worden sind, genauso. Die Hauptmotive für das Kajakfahren sind das Natur- und Landschaftserlebnis, der Spaß und das Spüren des Wildflusscharakters. (Quelle)

Das perfekte Kajak?

BeyondSurfing hat im Kaufratgeber die wichtigsten Fakten zusammengestellt und verrät worauf Sie achten müssen um ein Kajak mit dem passenden Fahrverhalten und der richtigen Ausstattung zu finden.

Die wichtigsten Merkmale und Eigenschaften?

Auf der Suche nach dem besten Kajak sollten Sie unbedingt auf folgende Merkmale und Eigenschaften achten:

  • Bootstyp
  • Einer oder Zweier
  • Material
  • Rumpfform
  • Oberschiff
  • Ausstattung

Bootstyp

Kajaks gibt es in vielen verschiedenen Formen, für verschiedenste Einsatzzwecke. Jeder Bootstyp hat Eigenschaften die sich optimal für bestimmte Einsatzgebiete eignen.

Welcher Bootstyp ist am besten?

Überlegen Sie sich, welche Gewässer befahren werden sollen und was Sie dort unternehmen wollen. Zunächst lassen sich Kajaks grob in drei Kategorien einordnen:

  1. Tourenkajaks: Kajaks für Touren auf Flüssen und Seen
  2. Seekajaks: Kajaks für die Befahrung von offener See, in Meeresbuchten und der Brandung
  3. Wildwasserkajaks: Kajaks zur Befahrung von Wildwasser

Zwischen diesen drei Kategorien gibt es fließende Übergänge. So gibt es beispielsweise neben reinen Wildwasserkajaks auch Hybride aus Touren- und Wildwasserkajaks (sog. Crossover-Kajaks). Damit ist leichtes bis mittelschweres Wildwasser möglich, aber auch auf Touren hält ein Crossover-Kajak mit reinen Tourenkajaks mit.

Innerhalb der drei großen Kategorien Touren-, See- und Wildwasser-Kajak, gibt es wiederum weitere Spezialisierungen.

Tourenkajak oder Seekajak?

Seekajaks lassen sich ebenso gut auf großen Flüssen und Seen einsetzen wie Tourenkajaks. Der Vorteil eines Tourenkajaks gegenüber eines Seekajaks ist die etwas geringere Länge und damit bessere Wendigkeit.

Der Umkehrschluss gilt hier allerdings nicht. Tourenkajaks sind nicht ideal auf dem Meer und können sogar ein Sicherheitsrisiko sein.

Wer Fahrten auf dem Meer für sich ausschließt, kann bedenkenlos zu einem Tourenkajak greifen. Für die Befahrung offener See sollten zwingend ein Seekajak genutzt werden. Entspannte Touren auf Seen und Flüssen sind damit ebenfalls problemlos möglich.

Wozu Skeg und Steueranlagen bei See- und Tourenkajaks?

Viele Touren- und Seekajaks sind mit Skeg, Steuer-Skeg oder Steueranlagen ausgestattet. Das sind die Vorteile:

  • Skeg: Ein Skeg ist ein etwa 20 cm langes Schwert, das am Heck ausgefahren werden kann. Es verhindert Abdriften bei Wind und sorgt für einen besseren Geradeauslauf.
  • Steueranlage: Mit einer Steueranlage lässt sich ein am Heck angebrachtes Steuer über ein Drahtseilsystem mit Fußpedalen steuern. Somit kann das Kajak ohne zusätzliche Bogenschläge gelenkt werden.
  • Steuer-Skeg: Ein Steuer-Skeg ist ein steuerbares Skeg, das die Vorteile von Skeg und Steueranlage verbindet.
Wildwasserkajaks: Riverrunner, Creeker oder Freestyle?

Wasserkajaks haben die meisten spezialisierten Bootsformen aller Kajaksparten. Hier sind die Wichtigsten:

  • Riverrunner: Riverrunner eignen sich am besten für leichtes bis mittelschweres Wildwasser. Riverrunner haben ein flaches Heck für Fahrtechniken wie das Unterschneiden oder Kerzen. Sie haben ausreichend Volumen im Vorderschiff für ein gutes Auftauchverhalten nach Wellen und Walzen.
  • Creeker: Creeker haben im Verhältnis viel Volumen zu kurzer Bootslänge und eignen sich auch für die Befahrung von schwerem bis hin zu Extrem-Wildwasser.
  • Freestyle: Freestylekajaks (veraltet auch Rodeoboote genannt) sind sehr kurze Boote (max. 2 m) mit wenig Volumen im Hinter- und Vorderschiff und eignen sich für diverse Moves (Überschläge, Drehungen usw.) auf der Welle und in der Walze.

Auch in diesem Bereich ist der Übergang zwischen den einzelnen Bootsformen fließend. Es ist bei einigen Kajakmodellen nicht möglich sie nur einer Kategorie zuzuordnen.

Pro-Tipp: Die Befahrung von offener See und Wildwasser im Kajak kann sehr gefährlich sein und benötigt viel Erfahrung und weitere sicherheitsrelevante Ausstattung. Anfänger*innen lernen in einem Kanuverein oder Kurs die Grundlagen im See- oder Wildwasserkajak.

Einer oder Zweier?

Vor allem vor der Anschaffung eines See- oder Tourenkajaks stellt sich die Fragen ob lieber alleine oder zu zweit im Boot gesessen werden soll.

Für das Paddeln in einem Zweier ist gutes Teamwork wichtig und so manch eine Beziehung ist nach einer Paddeltour in einem Kajak-Zweier in die Brüche gegangen. Ein passende/n Tandempartner*in ist für die Anschaffung eines Zweierkajak unerlässlich.

Zweier alleine paddeln?
  • Nur ein Boot für zwei Personen zu transportieren
  • Besseres Verlust-Leistungsverhältnis: Schnelleres Fahren mit weniger Kraft möglich
  • Bei ungleicher Erfahrung oder Kraft der Tandempartner trotzdem gemeinsames Paddeln möglich
  • Weniger Variabilität
  • Bei Kenterung keine gegenseitige Hilfe möglich
  • Alleine Paddeln in vielen Zweiern nicht möglich

Ein Kajak-Zweier mit fester Außenhülle lässt sich nicht alleine paddeln. Im Bereich der aufblasbaren offenen Kajaks gibt es Modelle, in denen sich die Sitze frei verschieben lassen.

So wird durch Herausnahme eines Sitzes und die Verschiebung des anderen Sitzes in die Bootsmitte, aus einem Zweier ein Einer-Kajak. Ein großer Vorteil, wenn viel Gepäck transportiert werden soll oder die paddelnde Person sehr schwer ist.

Material

Nachdem Entschluss über ein Kajak aus einer der Kategorien (z.B. Tourenkajak) steht die nächste wichtige Entscheidung an.

Aufblasbare oder feste Hülle?

Manche Kajakmodelle (z.B. Creeker oder Seekajaks) gibt es ausschließlich mit fester Hülle.
Im Touringbereich gibt es Modelle mit aufblasbarer Hülle und Modelle mit fester Hülle.

Sind aufblasbare Hüllen empfindlicher als feste Hüllen?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit Ja beantworten, da die dünne Hülle eines aufblasbaren Kajaks empfindlicher gegen spitze Gegenstände ist. Es gibt jedoch besonders robuste aufblasbare Materialien (z.B. EPDM), die unter anderem bei Packrafts und aufblasbaren Wildwasserkajaks zum Einsatz kommen.

Umgekehrt gibt es auch Kajaks mit fester Hülle (z.B. aus Verbundstoffen wie GFK) die empfindlicher gegen Grundberührung sind, als Kajaks mit einer hochwertigen aufblasbaren Hülle.

Fahren sich aufblasbare Kajaks anders als Kajaks mit fester Hülle?

Die Form eines Luftkajaks kann konstruktionsbedingt niemals so stromlinienförmig produziert werden, wie die einer festen Hülle. Damit ist die Lauffreudigkeit eines Kajaks mit fester Hülle nicht vergleichbar mit der eines Luftkajaks.

Warum dann überhaupt ein aufblasbares Kajak?

Aufblasbare Kajaks haben den Vorteil, dass sie oft kostengünstiger in der Anschaffung sind. Ein weiterer großer Vorteil ist das geringe Gewicht und natürlich, dass die Boote durch das geringe Packmaß einfacher transportiert und gelagert werden können.

Das Faltkajak: Kompromiss zwischen fester und aufblasbarer Hülle?

Wenn sich nicht zwischen einem aufblasbaren Kajak und einem Kajak mit fester Hülle entschieden werden kann, gibt es eine Alternative: das Faltkajak. Es besteht aus einem festen Gerippe, das mit einer robusten Außenhaut überzogen ist.

Ein Faltkajak kann so robust wie ein Kajak mit fester Hülle sein, hat ähnliche Fahreigenschaften wie ein Tourenkajak mit fester Hülle und lässt sich trotzdem falten und damit platzsparend transportieren und lagern.

Welches Material für ein Kajak mit fester Hülle?

Wenn die Entscheidung über ein Kajak mit fester Hülle gefallen ist, gilt es nun sich für das richtige Material des Kajaks zu entscheiden. Die wichtigsten Materialien sind:

  • Polyethylen: PE ist besonders robust und langlebig, allerdings auch vergleichsweise schwer. Die meisten Wildwasserkajaks werden aus PE gebaut.
  • Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK): Kajaks aus GFK sind etwas leichter als PE Kajaks, allerdings weniger robust. GFK ist einfach zu reparieren und kostengünstig.
  • Laminate aus Carbon oder Aramid: Laminierte Boote sind noch leichter und robuster als GFK-Kajaks, kommen allerdings nicht an die Robustheit von PE-Kajaks heran. Laminierte Boote werden meist in Handarbeit gefertigt und sind entsprechend teuer. Hochwertige Touren- und Seekajaks werden laminiert.
Welches Material für ein Kajak mit aufblasbarer Hülle?

Wenn es ein Kajak mit aufblasbarer Hülle sein soll, gibt es ebenfalls verschiedene Materialien in unterschiedlichen Qualitäten:

  • PVC: PVC hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Da im Laufe der Zeit Weichmacher ausgedünstet werden, ist das Material nur etwa 10-15 Jahre haltbar. PVC bedarf einer kontinuierlichen Pflege.
  • Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM): EPDM wird für besonders hochwertige Luftkajaks verwendet. Es hält erhöhten Belastungen und hohem Druck stand. Die Haltbarkeit ist jahrzehntelang, aber dafür ist es deutlich teurer als PVC.

Ein weiterer entscheidender Faktor bei Kajaks mit aufblasbarer Hülle ist die Materialstärke. Je stärker das Material ist, desto robuster und schwerer ist das Kajak. Wenn beim Kauf keine Materialstärke angegeben ist, am besten nach dem Gewicht des Bootes entscheiden.

So finden Sie den richtigen Kompromiss zwischen Mobilität und Robustheit

Ein gleichzeitig sehr leichtes, extrem robustes und trotzdem faltbares Kajak für jeden Einsatzzweck gibt es nicht. Entscheiden Sie nach Ihren Möglichkeiten und Ansprüchen.

Für jeden Bootstyp gilt: Je mehr Wert Sie auf die Robustheit legen, desto mehr Mobilität (Gewicht und Packmaß) müssen Sie einsparen.

Umgekehrt gilt das Gleiche: Je mobiler ein Boot sein soll, desto weniger robust wird es sein.

Rumpfform

Der Rumpf ist die Unterseite eines Bootes und wird bei Kajaks auch Unterschiff genannt. Die Formen des Rumpfes unterscheiden sich zwischen den einzelnen Kajakmodellen sehr stark.

Warum ist die Rumpfform wichtig?

Die Form des Rumpfes ist maßgeblich entscheidend für das Fahrverhalten des Bootes. Das Fahrverhalten eines Kajaks setzt sich im Wesentlichen aus diesen drei Komponenten zusammen:

  • Kippstabilität: Je kippstabiler ein Kajak ist, desto schwieriger ist es durch eigene Gewichtsverlagerung oder äußere Einwirkung zu kentern.
  • Lauffreudigkeit: Je lauffreudiger ein Kajak ist, desto besser gleitet es, desto weniger Kraft pro Paddelschlag ist nötig und desto höher ist die Endgeschwindigkeit.
  • Wendigkeit: Je wendiger ein Kajak ist, desto schneller lässt es sich drehen und desto kleiner ist der Wendekreis.

Diese drei Komponenten stehen in Wechselwirkung miteinander. Wer beispielsweise ein Boot mit maximaler Lauffreudigkeit sucht, muss Abstriche bei Wendigkeit und Kippstabilität machen.

Rumpfformen: Kiel und Breite des Kajaks

Wird das Boot von unten betrachtet, sollte ein Hauptaugenmerk auf die Breite des Rumpfes gelegt werden. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Kiel.

Der Kiel ist eine spitz längs zum Boot laufende, mittige Vertiefung im Rumpf. Je weniger dieser Kiel ausgeprägt ist, desto flacher ist der Rumpf. Einige Rumpfformen weisen gar keinen Kiel auf.

Welchen Einfluss hat die Form auf das Fahrverhalten?

  • Breite des Rumpfes: Je breiter der Rumpf, desto wendiger, kippstabiler und weniger lauffreudig ist das Kajak
  • Kiel: Je stärker der Kiel ausgeprägt ist, desto lauffreudiger, kippstabiler und weniger wendig ist das Kajak

Ein Seekajak hat beispielsweise einen schmalen gekielten Rumpf. Es ist daher primär lauffreudig.

Was ist der Kielsprung?

Wird ein Kajak von der Seite betrachtet, fällt auf, dass der Rumpf “gebogen” ist. Diese Biegung heißt Kielsprung. Je stärker der Kielsprung eines Kajaks ist, desto wendiger ist das Boot, aber desto weniger lauffreudig.

Länge läuft?

Je länger ein Kajak ist, desto lauffreudiger und weniger wendig ist es. Diese Regel gilt allerdings nur, wenn die Rumpfform identisch ist. Die Länge hat daher für das Fahrverhalten eine zweitrangige Rolle.

Oberschiff

Das Oberschiff bezeichnet die obere Hälfte des Kajaks. Der Teil vor der Sitzluke wird vorderes Oberschiff und der Teil hinter der Sitzluke, hinteres Oberschiff genannt.

Offen oder Geschlossen?

Eine der wichtigsten Fragen, die sich beim Kajakkauf stellt: Kaufe ich ein Kajak mit offenem oder geschlossenem Oberschiff? Bei einem Kajak mit offenem Oberschiff entfällt die Sitzluke mit Süllrand und somit die Möglichkeit eine Spritzdecke zu tragen.

Wozu ist eine Spritzdecke nötig?
Die Spritzdecke verhindert, dass Wasser durch Regen, Wellen oder Tropfwasser vom Paddel in das Kajak kommt. Im Winter und bei kalter Witterung hält die Spritzdecke die Wärme im Boot.

Eine Spritzdecke wird wie ein Rock um den Bauch getragen und ist über den Süllrand dicht mit dem Boot verbunden. Mithilfe einer Gurtschlaufe oder eines Gurtes lässt sich die Spritzdecke öffnen.

Was passiert, wenn ich kentere?

Ein Nachteil der Spritzdecke ist, dass die Spritzdecke unter Wasser geöffnet werden muss, um das Boot zu verlassen. Dieser Vorgang sollte vor einer unfreiwilligen Kenterung geübt werden, damit keine Panik aufkommt.

Das Tragen einer Spritzdecke ermöglicht die Kenterrolle. Eine Kenterrolle ist die kontrollierte Wiederaufrichtung des Kajaks nach einer Kenterung.

Pro Tipp: Das Wiederaufrichten des Kanu nach dem Kentern

Das Erlernen der Kenterrolle gelingt am besten in Kanuvereinen, die spezielle Rollentrainings im Schwimmbad anbieten. Das autodidaktische Training ist schwerer, aber ebenfalls z.B. mithilfe von YouTube-Videos möglich.

Offenes und geschlossenes Oberschiff im Direktvergleich
OffenGeschlossen
Vorteile:

  • Einfaches Ein- und Aussteigen über und unter Wasser
Vorteile:

  • Kein Wasser im Boot
  • Wärme bleibt im Boot
  • Mit Spritzdecke Kenterrolle möglich
  • Besserer Halt im Boot -> mehr Kontrolle
Nachteile:

  • Wasser kommt ins Boot
  • Wärmeverlust bei kalter Witterung
  • Weniger Halt im Boot
Nachteile:

  • Sicherheitsrisiko
  • Ein- und Aussteigen schwieriger
  • Fazit: Wer das Sicherheitsrisiko in Kauf nimmt und das Ein- und Aussteigen sorgfältig übt, darf die Vorzüge eines geschlossenen Oberschiffs, am besten mit Spritzdecke, genießen.

    Ausstattung

    Das letzte wichtige Kaufkriterium ist die Ausstattung des Kajaks. Das Kajak sollte je nach Einsatzgebiet über folgende Ausstattung verfügen:

    • Sitzanlage: Der Sitz sollte bequem sein und über einen Rückengurt / Rückenlehne verfügen. Die Sitzanlage sollte einstellbar sein, dass möglichst viel Kontakt zum Boot besteht.
    • Fußstützen: Wer sportlich paddeln will, kommt um die Verwendung von einstellbaren Fußstützen nicht herum, da diese zusätzlichen Halt im Boot geben.
    • Schenkelstützen: Schenkelstützen bieten zusätzlichen Halt im Bereich der Oberschenkel und Knie. Im Optimalfall sind diese einstellbar.
    • Ablassschraube: Bei Kajaks mit geschlossenen Oberschiff ermöglicht eine Ablassschraube am Heck des Kajaks auf einfachste Weise das Herauslassen des Wassers nach einer Tour.
    • Gepäckluken: Insbesondere bei Touren- und Seekajaks werden bei vielen Modellen Gepäckluken verbaut, in denen wasserdicht Gepäck mitgeführt werden kann.
    • Griffschlaufen: Jedes Kajak sollte mit Griffschlaufen am Bug und Heck ausgestattet sein. Griffschlaufen erleichtern den Transport und bieten bei Wildwasserbooten, Fixpunkte zum Bergen des Boots nach einer Kenterung.
    • Auftriebskörper: Auftriebskörper sind Luftsäcke, die bei einer Kenterung, ein Kajak mit fester Hülle, nicht komplett mit Wasser volllaufen lassen. Ein Kajak mit Auftriebskörpern ist wesentlich einfacher zu bergen.

    Einige Händler verkaufen Kajaks in Sets z.B. mit beiliegendem Kajak Paddel, ggf. Spritzdecke, Pumpe und anderem Kajak Zubehör. Oft reichen diese Beigaben für den Anfang, allerdings sind sie meist wenig qualitativ.

    Wer sicherstellen will, dass die nächste Kajak-Tour nicht am Zubehör scheitert, kauft Kajak und Zubehör unabhängig voneinander.

    Nicht jedes Kajak eignet sich für jedes Körpergewicht

    Insbesondere im Bereich der Wildwasserkajaks spielt der Tiefgang für das Fahrverhalten eine wichtige Rolle. Hersteller haben daher Kajakmodelle in verschiedenen Volumengrößen im Angebot.

    In den meisten Fällen wird dann ein Modell in den Größen S-XL auf den Markt gebracht, welches Gewichtsbereichen zugeordnet ist (z.B. Größe M des Modells XY geeignet für Paddler*innen 70-85 kg).

    Die verschiedenen Größen unterscheiden sich weder in der Form, noch im Fahrverhalten, lediglich das Volumen und damit auch die Länge und Breite sind unterschiedlich.

    Vorsicht beim Kauf von gebrauchten Kajaks

    Je nach Material und Zustand des Kajaks kann der Kauf eines gebrauchten Kajaks zum Flop werden. Beachten Sie bei folgenden Materialien der Hülle diese Hinweise:

    • PE: PE ist nahezu unzerstörbar, aber wenn einmal ein Riss aufgetreten ist, ist dieser nur sehr schwer zu reparieren. Geschweißte gebrauchte Kajaks reißen oft an der Reparaturstelle wieder auf.
    • GFK und laminierte Kajaks: Ein Kajak aus beiden Materialien kann bedenkenlos mit Loch gekauft werden. Ein großer Vorteil von laminierten und GFK-Kajaks ist die einfache Reparatur. Ein Reperaturtutorial ist hier zu finden.
    • Luftkajaks: Der Vorteil beim Kauf eines gebrauchten Luftkajaks ist, dass durch aufblasen die Dichtigkeit überprüft werden kann. Bei PVC sollte beachtet werden, dass PVC nach etwa 10-15 Jahren porös und damit undicht wird.

    Testen oder leihen vor dem Kauf

    Der Kauf eines hochwertigen Kajaks kann eine kostenintensive Anschaffung sein. Hier können Sie Kajaks testen und leihen:

    • Fachhändler vor Ort (z.B. Sport Schröer in Unna, Lettmann in Moers, der Bootsladen in Berlin)
    • Kajak Verleih (z.B. kajak-leihen.de, kajakverleih-achterwehr.de, paddelprofi.de, kanustation.de)
    • Kanu Testivals (z.B. XXL Paddelfestival Markkleeberg, Kanu Outdoor Testival München)
    Merke: Um wirklich sicher zu sein, sollte stets eine Probefahrt mit dem potenziellen Modell gemacht werden oder sogar ein Kajak für einen längeren Zeitraum geliehen werden.

    Kajak-Tests bei Stiftung Warentest und Öko Test

    Bislang liegen noch keine Kajak Tests bei Stiftung Warentest und Öko Test vor.

    Bekannte Marken und Hersteller

    Zu den bekanntesten und beliebtesten Kajak Hersteller gehören:


    Lettmann, Prijon, Dagger, Pyranha, EXO, Jackson, Spade, ZET, Grabner, Gumotex, Intex, Nortik, Seabird, Norse und Advanced Elements.


    Beliebte Hersteller für Wildwasserkajaks:


    Lettmann, Prijon, Dagger, EXO, Jackson, Spade und ZET.


    Luftkajaks sind das Spezialgebiet der Hersteller:


    Grabner, Gumotex, Intex, Advanced Elements und Nortik.


    Im Bereich von Touren- und Seekajaks haben sich vor allem etabliert:


    Lettmann, Prijon, Norse und Seabird.


    Tipps: Der perfekte Grundschlag vorwärts

    Um ein Kajak zu paddeln ist der wichtigste Schlag der sogenannte Grundschlag vorwärts. Dieser Schlag ist die Grundlage für effizientes Paddeln und wird wie folgt durchgeführt:

    1. Die untere Hand ist gestreckt, das Paddelblatt wird vollständig am Boot eingetaucht, die obere Hand ist auf Augenhöhe und der obere Arm komplett gewinkelt.
    2. Mit der unteren Hand wird das Paddelblatt nah am Boot durch das Wasser gezogen bis auf Oberkörperhöhe. Gleichzeitig wird mit der oberen Hand auf Augenhöhe das Paddel nach vorne gestreckt. Der Oberkörper rotiert dabei leicht mit.
    3. Beim Seitenwechsel wird lediglich Zug- und Drückhand getauscht, der Oberkörper rotiert wieder in eine neutrale Position und das Paddel wird gedreht.
    4. Die Bewegung wiederholt sich und beginnt wieder bei Punkt 1, nur diesmal auf der anderen Seite.


    Bei dem Bewegungsablauf ist zu beachten, dass der Oberkörper neutral bis leicht nach vorne gebeugt ist und nicht zu weit hinten liegt.

    Tipps: Bogenschlag und Konterschlag zum Lenken

    Um ein Kajak zu lenken sind Bogenschläge die erste Wahl. Ein Bogenschlag wird möglichst flach durchgeführt. Das Paddelblatt wird bei gestrecktem äußeren Arm in einem möglichst großen Halbkreis vom Bug bis zum Heck geführt.

    Die Umkehrung des Bogenschlags ist der Konterschlag. Der Konterschlag wird umgekehrt zum Bogenschlag ausgeführt und in einem großen Halbkreis vom Heck zum Bug geführt.

    FAQ: Häufige Fragen und Antworten zu Kajaks

    Was ist der Unterschied zwischen Kajak und Kanu?

    Kanu ist der Oberbegriff für ein Kajak. Ein Kajak ist also ein spezielles Kanu, das sitzend mit einem Doppelpaddel gefahren wird.

    Wie fährt man Kajak?

    Ein Kajak fährt man mit einem Doppelpaddel, im Sitzen und mit Blickrichtung nach vorne. Es wird abwechselnd rechts und links geschlagen. Beim Schlagwechsel wird das Paddel gedreht.

    Wer steuert beim Kajak?

    Ein Kajak wird durch verschieden starke Schläge auf der rechten und linken Seite gesteuert. Die Person die am weitesten Hinten sitzt, den größten Hebel das Boot zum Lenken. Im Gegensatz zum Kanadierfahren gibt es beim Kajakfahren keine steuernde Person.

    Wer sitzt vorne beim Kajak?

    In einem Kajak-Zweier sitzt die Person hinten, die mehr Kajak-Erfahrung vorzuweisen hat, da sich das Boot von hinten leichter steuern lässt.

    Ist der Gewichtsunterschied zwischen den Mitfahrer*innen sehr groß, sitzt die schwere Person hinten. So wird der Wasserwiderstand des Kajaks möglichst klein gehalten.

    Wie schnell wird ein Kajak?

    Ein Schlauchkajak bewegt sich etwa in Schrittgeschwindigkeit von 3-5 km/h, ein Tourenkajak kommt auf Maximalgeschwindigkeiten von etwa 10-12 km/h und Rennkajaks erreichen Geschwindigkeiten bis zu 20 km/h im Sprint. Je schmaler und länger ein Kajak ist, desto schneller kann es gepaddelt werden.

    Wie in ein Kajak einsteigen?

    Es gibt drei Möglichkeiten in ein Kajak einzusteigen:

    1. Standard-Transfer: In der Hocke hält eine Hand das Boot, während die andere Hand sich auf dem Steg abstützt. Kajak im Wasser beruhigen und mit einem Bein nach dem anderen in das Kajak einsteigen. Anschließend hinsetzen.
    2. Paddelbrücke: Es wird das Paddel hinter die Einstiegsluke als Brücke zwischen Steg und Boot gelegt. Es wird sich auf dem Paddelschaft abgestützt, während die Beine in das Boot gesetzt werden. Anschließend hinsetzen.
    3. Alpin-Start: Das Boot wird auf das flache Ufer gelegt. Nach dem Einsteigen wird mit dem Boot ins Wasser gerutscht oder mithilfe einer weiteren Person ins Wasser geschoben.

    Wo darf man Kajak fahren?

    Informieren Sie sich stets vor einer Kajak-Tour oder -Ausflug ob das gewünschte Gewässer befahren werden darf oder kann:

    • Informationen zu Befahrungsregelungen und möglichen Gefahren gibt es z.B. bei örtlichen Touristeninformationen oder beim Deutschen Kanu-Verband. Dort finden Sie alle Informationen für eine erfolgreiche Tourenplanung.
    • Literatur und Karten erhalten Sie zum Beispiel auf Amazon. Das „Deutsche Flusswanderbuch“ gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Gewässer für den Freizeitsport.

    Warum sollten Sie sich IMMER vorher informieren, ob Kajak fahren erlaubt ist?

    Zum einen gibt es zahlreiche Befahrungsverbote aus Naturschutzgründen oder Gewässer auf denen Schifffahrtsregeln herrschen. Ein Verstoß gegen Befahrungsregelungen kann empfindliche Geldbußen zur Folge haben.

    Zum anderen sollte man immer mögliche Risiken im Blick haben. So ist ein Ausflug mit einem Tourenkajak auf offene See oder ins Wildwasser lebensgefährlich.

    Was braucht man zum Kajakfahren?

    Zum Kajakfahren benötigt man für jede Person jeweils:

    • Doppelpaddel: Ein Paddel mit jeweils einem Blatt an jedem Ende.
    • Spritzdecke: Zum Abdichten der Sitzluke gegen Spritzwasser.
    • Schwimmweste: Verleiht Auftrieb bei einer Kenterung und dient als Prallschutz.
    • Witterungsbedingte Kleidung: Bei kaltem Wetter empfiehlt sich Neopren- oder Trocken-Bekleidung. Wenn es warm ist, reichen auch Badehose und T-Shirt.
    • Wasserschuhe: Da es nahezu unvermeidlich ist mit trockenen Füßen Kajakfahren zu gehen, sollten Neopren- o.ä. Wasserschuhe getragen werden.
    • (Helm): Auf flachen Gewässern und im Wildwasser sollte immer ein Helm getragen werden, da bei einer Kenterung der Kopf als Erstes auf den Grund schlägt.

    Welches Kajak passt zu mir?

    Es gibt Kajaks für beinahe jeden erdenklichen Einsatzzweck. Dies sind die wichtigsten Kategorien:

    • Touren-Kajak: Für Touren auf Flüssen oder Seen.
    • Falt-Kajaks: Touren-Kajaks die auf ein kleines Packmaß gefaltet werden können.
    • Luftkajaks: Touren-Kajaks zum Aufblasen.
    • Crossover-Kajak: Eine Mischung aus Touren-Kajak und Wildwasser-Kajak.
    • Wildwasser-Kajaks:
      • River-Runner: Für die Befahrung von leichtem bis mittelschweren Wildwassers.
      • Creeker/ River-Runner: Für die Befahrung von mittelschweren bis schwereren Wildwassers.
      • Freestyle-Kajak: Für das Spielen und Surfen in einer Welle.
    • Seekajak: Für das Paddeln auf dem offenen Meer, in Buchten und in der Brandung.
    • Angel-Kajak: Speziell zum Angeln und Paddeln.

    Fast alle Kajaks gibt es als Einer oder Zweier-Variante. Es gibt es außerdem noch viele spezielle Kajak-Formen, wie z.B. Kajaks für den Wettkampfbereich und Kanurennsport, Kanuslalom oder Kanupolo.

    Welches Kajak mit Hund?

    Ihren Hund sollte Sie am besten in einem Kajak-Zweier in der vorderen Sitzluke zum Paddeln mitnehmen. Kleinere Hunde können auch zwischen den Beinen in einem Kajak-Einer transportiert werden. Zum Schutz ihres Vierbeiners ist eine Hundeschwimmweste empfehlenswert.

    Welches Kajak fürs Meer?

    Zum Paddeln auf dem offenen Meer, in Buchten oder in der Brandung, sollten sie ein Seekajak verwenden. Das hochgezogene Bug macht es besonders einfach Wellen zu durchbrechen.

    Was anziehen beim Kajak fahren?

    Passen Sie Ihre Kleidung immer der Witterung und Wassertemperatur an:

    • Kalte Temperaturen: Für kalte Temperaturen empfiehlt sich das Tragen eines Neoporen- oder Trockenanzugs. In geschlossenen Kajaks kann auch eine Neoprenhose mit einer Trockenjacke kombiniert werden.
    • Warme Temperaturen: Für warme Temperaturen reichen Badesachen, wie z.B. eine Badehose und T-Shirt. Grundsätzlich sollte Sie immer eine Schwimmweste tragen.

    Gut zu wissen: Es ist nahezu unvermeidlich, dass die Füße beim Paddeln nass werden. Daher ist das Tragen von Wassersportschuhen, z.B. Neoprenschuhen, ratsam.

    Wie lang muss ein Kajak sein?

    Je länger ein Kajak ist, desto schneller lässt es sich paddeln. Mit steigender Länge sinkt allerdings die Drehfreudigkeit. Wer ein drehfreudiges Kajak sucht, wählt eine Länge zwischen 2,50 m und 4 m. Spurtreue, schnelle Kajaks haben Längen bis zu 6,50 m.

    Was ist leichter Kanadier oder Kajak?

    Kajakfahren ist technisch anspruchsvoller. Für Anfänger ist Kanadierfahren lernen daher zunächst leichter als das Kajakfahren. Für Fortgeschrittene ist es leichter ein Kajak zu fahren. Warum? Die Kraftübertragung in die Vorwärtsbewegung ist beim Kajakfahren wesentlich effektiver als beim Kanadierfahren.

    Wie transportiert man ein Kajak?

    Kajaks können auf vielfältige Art und Weise transportiert werden:

    • Bootswagen: Ein Bootswagen ist die erste Wahl für den Kajaktransport über kurze Strecken.
    • Autodach: Um ein oder mehrere Kajaks auf dem Autodach zu transportieren sind Querträger und Spanngurte nötig. Hierbei ist zu beachten, dass das Gewicht des Bootes nicht die maximale Dachlast des PKWs überschreitet.
    • Trailer: Wer mehr als etwa 6 Kajaks transportieren möchte, sollte diese auf einem speziellen Anhänger, einem sog. Bootstrailer, transportieren.

    Welches Kajak für Anfänger?

    Für Anfänger eignen sich besonders breite, kippstabile Touren-Kajaks mittlerer Länge (etwa 4 m) die einen guten Kompromiss zwischen Spurtreue und Wendigkeit bieten. Die Sitzluke sollte groß sein, damit im Fall einer Kenterung das Kajak unter Wasser einfach verlassen werden kann.

    Für Anfänger mit Ambitionen im Wildwasser empfiehlt sich der Kauf eines River-Runners in der passenden Gewichtsklasse.

    Worauf achten beim Kajak Kauf?

    Beim Kauf eines Kajaks sollten Sie von Anfang an überlegen, für welche Zwecke Sie das Boot benötigen und sich dann erst einmal für den passenden Typ entscheiden (siehe Frage: » Welches Kajak passt zu mir?).

    Dann entscheiden Sie sich für das für Sie richtige Material. Wenn es ein besonders leichtes Kajak sein soll, wählen Sie ein laminiertes Kajak aus GFK, Kevlar oder Carbon. Soll das Kajak robust sein, führt kein Weg an PE vorbei.

    Lassen Sie beim Kajakkauf nicht nur den Preis entscheiden. Zwischen den Herstellern gibt es große qualitative Unterschieden.

    Wo kann man Kajaks kaufen?

    Kajaks bestellen Sie am besten bei einem Fachhändler, entweder online oder vor Ort (z.B.: denk-outdoor oder Sport Schröer). Viele Fachhändler vertreiben Ihre Produkte auch über Amazon.

    Wie teuer sind Kajaks?

    Einfache Einsteiger-Kajaks aus PE sind schon ab etwa 400 Euro zu erwerben. Gute Touren- oder Wildwasserkajak kosten um die 1000 Euro. Ein laminiertes Seekajak kann bis zu 4000 Euro kosten.

    Kajaks kann man auch gut gebraucht kaufen, die verwendeten Materialien sind meist sehr langlebig. Gebrauchte Kajaks kosten je nach Zustand entsprechend weniger.

    Wie viele km schafft man am Tag mit einem Kajak?

    Je nach Kondition und Strömung schafft man in einem Tourenkajak bis zu 60 km. Austrainierte Sportler*innen schaffen sogar noch mehr.

    Wie viel wiegt ein Kajak?

    Je nach Größe und Material wiegen leichte Kajaks etwa 10 kg. Mehr als 30 kg sollte ein Einer-Kajak nicht wiegen, damit man es noch alleine tragen kann.

    Wer hat das Kajak erfunden?

    Das Kajak wurde von den grönländischen Inuit erfunden. Sie nutzen Kajaks traditionell für die Jagd auf Seehunde.

    Wie nennt man Kajakfahrer?

    Kajakfahrende werden auch als Kanuten oder Kanutinnen oder allgemein als Paddler bzw. Paddlerinnen bezeichnet.

    Braucht man eine Schwimmweste zum Kajakfahren?

    Es ist dringend anzuraten, beim Kajakfahren eine Schwimmweste zu tragen. Ein Kajak kann leicht kentern und schwimmen ohne Schwimmweste ist sehr kraftraubend, besonders in kaltem Wasser. Außerdem nutzt eine Schwimmweste auch als zusätzlicher Prall- und Wärmeschutz.

    Wie plant man eine Kajaktour?

    1. Gewässer auswählen auf dem gepaddelt werden soll.
    2. Geeignete Ein- und Aussatzstellen finden und sich über mögliche Gefahren und Befahrungsbeschränkungen informieren. Hierbei helfen Flussführer (z.B. Flussführer des DKV-Verlags) oder auch Apps (z.B. RiverApp).
    3. Das nötige Equipment und ggf. Proviant zusammenstellen.
    4. Den Kajaktransport und eine Abholmöglichkeit organisieren (z.B. das Umsetzen mit zwei PKW).

    Wie schwer ist Kajakfahren?

    Kajakfahren ist eine technisch anspruchsvolle Sportart. Um als Einsteiger das geradeaus Paddeln zu erlernen benötigt man je nach Talent nur einige Stunden bis zu mehreren Trainingseinheiten. Das Paddeln im Wildwasser ist besonders anspruchsvoll und sollte in Kajakschulen oder Vereinen erlernt werden.

    Was heißt Kajak, Kanadier und Kanu auf Englisch?

    Die Übersetzung ist nicht ganz offensichtlich und führt häufiger zu Verwirrung, da es den Oberbegriff Kanu wie im Deutschen nicht gibt.

    • Kajak <> kayak
    • Kanu <> canoe
    • Kanadier <> canoe

    Fachliteratur, Quellen & weiterführende Links

    Noch mehr Informationen zum Thema finden Sie hier:

    • Deutscher Kanu-Verband: https://www.kanu.de/
    • 4-Paddlers: https://4-paddlers.com/
    • Soulboater: https://www.soulboater.com/
    • Kanumagazin: https://www.kanumagazin.de/

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